Gottfried Keller: "Der Landvogt von Greifensee", Novelle

Berufsmatura-Arbeit 2001 von Daniel Groff
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Teil A: Inhalt

Kurzzusammenfassung

Der in die besten Jahre gekommene Salomon, Landvogt von Greifensee, begegnet seiner ersten grossen Liebe Salome. Dabei erinnert er sich an seine anderen vier Geliebten, die ihm während seines Lebens begegneten. Von allen fünf Damen erhielt er eine Abfuhr, was ihn aber nicht daran hinderte, jede in guter Erinnerung zu behalten. In Absprache mit seiner Haushälterin Marianne werden sie alle auf sein Schloss eingeladen, jede im Glauben, alleine den Landvogt zu treffen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten schmilzt ,,das feine spröde Eis über den Herzen" und es wird ein gelungener Festtag. Salomon findet seinen inneren Frieden.

Salome, der Distelfink

Salome ist seine erste grosse Liebe und stammt aus gutem Hause. Sie wird Mademoiselle genannt und ist nach französischem Vorbild erzogen. Salomon hat eher den Draht zum Künstlerischen und nimmt nur seinen Eltern zuliebe eine Stelle im Stadtgericht an. Die ungewisse Lage des Jungen gibt unter den Müttern allerhand zu reden. Salome versteht daraus soviel, dass eine Heirat mit Salomon niemals in Frage käme, da die sichere Existenz nicht gewährleistet ist. Als sich die beiden nun doch verlieben und heiraten wollen, stellt Salomon seine Geliebte auf die Probe. Er schreibt ihr seine Bedenken, wie er, wie seine Vorfahren, mit dem Ausgeben von nicht vorhandenem Geld keine Probleme hat. Ein paar Tage nachdem sie den Brief erhalten hat, schreibt sie zurück, dass die Ehe aus verschiedenen Gründen nicht zustande kommen könne. Wenige Wochen später heiratet sie einen reichen, vernünftigen Mann, der ihr die Zukunft sichert.

Figura Leu, der Hanswurstel

Figura ist eine aufgestellte und witzige Person. Ihre Aufgabe ist es, am Sonntag die Leute, die die Stadt verlassen wollen, in Klassen aufzuteilen, bevor sie dem Oheim vorgeführt werden. Der Landolt hört von ihr und will sie kennen lernen. Sie ist eine hübsche junge Dame, mit goldblondem Kraushaar. Um der Schönen näher zu kommen, schliesst sich Salomon ihrem Bruder Martin an. Die Beiden verstehen sich gut und eine dicke Freundschaft entsteht. Sitte und Recht ist eines der obersten Gebote der Gesellschaft. Salomon und Martin müssen nach einem Verstoss beim alten Leu antraben, um eine Verwarnung zu erhalten. Figura reagiert und zieht sich vorschriftswidrige Kleidung an, während sie die drei Herren bedient. Der Tag entwickelt sich und es werden unterhaltsame Stunden. Figura und Salomon werden Freunde, doch als sich allmählich mehr entwickelt, stoppt sie das Geschehen. Sie hat am Sterbebett ihrer Mutter versprochen, niemals zu heiraten. Eine Erbkrankheit mütterlicherseits werde sie heimkehren und ihren Geist entnehmen. Sie erkrankt nicht, und der Salomon bleibt ihre nicht erfüllte Liebe.

Wendelgard, der Kapitän

Salomon trifft auf einen übermütigen Kerl, dem verwitweten Kapitän Gimmel. Als die Beiden sich duellieren, tritt die schöne Tochter in den Raum, an der Salomon sofort Gefallen findet. Sie hat sich tief verschuldet, was für Gesprächsstoff in der Gesellschaft sorgt. Der Landvogt hilft, indem er ihr das Geld bei seiner Grossmutter besorgt, anonym versteht sich. Er will sie heiraten. Dafür braucht Wendelgard sieben Tage Bedenkfrist. Während diesen Tagen lernt sie Figura in den Bädern von Baden kennen, wo ihr Vater auf die Suche ihres zukünftigen Gatten geht. Figura merkt schnell, an was da ihr guter Freund Salomon geraten ist und inszeniert ein Treffen. Martin Leu spielt einen Wohlhabenden, worauf sich Wendelgard sofort gegen Salomon entscheidet.

Barbara, die Grasmücke

Wenn das Wetter schön ist und die Luft milde, klingt in der entfernten Nachbarschaft eine nette Stimme. Diese gehört Barbara. Sie erschafft Bildnisse aus Wolle, Seide oder anderen natürlichen Stoffen. Nur Gesichter und Hände werden gemalt. Bei einem Bild mit Pferden, übersteigt dies ihre malerischen Fähigkeiten und ein Lehrer wird benötigt. Der Landvogt gilt als erster Pferdezeichner Zürichs und nimmt diesen Dienst gerne an. Schnell entsteht eine Vertrautheit zwischen den beiden und es entwickelt sich eine Beziehung. Um in die künstlerischen Werke von Salomon einmal einblicken zu können, wird die ganze Familie ins Elternhaus geladen, um ein paar gemütliche Stunden zu verbringen. Beim Anblick seiner werke fürchtet sich Barbara und ihr wird klar, was für eine künstlerische Ader der junge Landvogt hat. Schon fast hysterisch, trennt sie sich mit der Unterstützung ihrer Eltern von Salomon. Unter diesen Umständen ist eine harmonische bürgerliche Ehe nicht möglich.

Aglaja, die Amsel

Aglaja sieht er zum ersten mal vor einem Baum, auf dem allabendlich eine Amsel ihre Gesänge zum besten gibt. Der Anblick dieser Dame erinnert Salomon an die Agleypflanze, was er irrtümlicherweise mit dem Namen Aglaja verwechselte. Auch diesmal kommen die Zwei sich immer näher und führen eine dicke Freundschaft. Salomon offenbart ihr seine Zuneigung, die er empfindet. Er ist sich sicher endlich die Richtige gefunden zu haben. Sie treffen sich zu einem Spaziergang, beide haben sich zurechtgemacht. Sie gesteht Salomon ihre selige Liebe zu einem Geistlichen, der von der Familie nicht geduldet wird. Der Landolt kann ihr nachempfinden und fädelt geschickt die Akzeptanz zu dieser Liebe ein.